[Heute testen wir] Farben


Es ist nicht tot, was ewig liegt… in diesem Sinne…

Es gibt sehr gute Farben um Silikone, wie z.B. „Dragon Skin®“ einzufärben. Diese sind eher teuer und ich habe nach alternativen gesucht. Im Netz findet man dazu hier und da was. Die einen empfehlen Seidenmalfarben (noch nicht getestet, da nicht im Haus) andere Ölfarben… Wichtig ist, grade bei zwei Komponenten Silikon, die Schwefelfreiheit der Farben, denn wie bei Formen für Silikon die mal mit Latex in Kontakt gekommen sind… Das Silikon bleibt auf ewig klebrig und vernetzt nicht richtig, wenn es mit Schwefel in Kontakt kommt… Das alles gilt nicht für „Baumarktsilikon“ der funktioniert anders. Genug der Vorworte… auf zum Test.

Der Plan war einfache und preiswerte um nicht zu sagen billige Materialien auf ihre Tauglichkeit zu testen. Darum kamen neben dem teuren Dragon Skin in erster Linie Sachen aus einfachen Läden wie „Nanunana“, „Xenos“ und „Kodi“ zum Einsatz.

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Die Mischpaletten sind vom Kodi aus PP und haben mir daher von vornherein keine Sorgen gemacht. Die Farben sind Ölfarben, die im Nanunana eigentlich immer vorrätig sind. Nicht abgebildet, aber mit getestet, weil ich noch Silikon übrig hatte sind: Acrylfarben aus dem Nanunana (die in den Flaschen nicht die in den Tuben) und vom Xenos UV-aktive Farbe.

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Man sieht noch nicht viel, aber in jede Vertiefung kam etwas Farbe und dazu dann Silikon.

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In den runden Vertiefungen von oben nach unten und von rechts nach links:

104 Titanweiss

215 Zitronengelb

676 Ockergelb

324 Zinnoberrot

315 Karminrot

684 Siena Gebrannt

687 Umbra Gebrannt

559 Smaragdgrün

560 Viridiangrün

443 Ultramarinblau

450 Phtaloblau

793 Schwarz

In den anderen Vertiefungen: Acrylfarbe Grün 610, fluoreszierende Farbe aus dem Xenos (Orange) und Lukas Studio 222 Hautfarbe.

Das alles sind vergleichsweise Billige Produkte wenn man bedenkt das rund 100g Silc-Pig mit rund 20 Euro oder 30g FuseFX mit rund 17 Euro zu buche schlagen, pro Farbe. Das Ergebnis kann man hier sehen:

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Vernetzt haben alle Mischungen außer: 215 Zitronengelb und 443 Ultramarinblau. Die Abbinde Zeit im Vergleich zu uneingefärbtem Silikon hat sich erhöht, kann aber mit Hilfe von Wärme (Föhn, Backofen) deutlich herabgesetzt werden. Insbesondere, da Farbe im Allgemeinen eher dünn aufgetragen wird.

Besonders verblüfft hat mich die Tatsache, dass sowohl die Fluoreszierende Farbe als auch die Akrylfarbe hinreichend gut einmischbar waren und auch abgebunden haben.

Das Zitronen Gelb ist leider einfach nur eine Zähe Pampe geblieben.

Das Ultramarin ist klebrig und damit auch durchgefallen. 

Erwähnenswert ist noch, dass das Phtaloblau und das Karminrot eine geringere Zugfestigkeit als die anderen Farbigen Silikone aufweisen, und das Blau auch lange zum Vernetzen gebraucht hat. Das ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen, aber bei den geringen Mengen die man zum Anmalen benötigt, kann man das vermutlich Tolerieren.

Das Hinterlässt uns derzeit ohne Gelb und ohne „richtiges“ Blau, was eher doof ist. Ich werde schauen da mal andere Farben zu testen. Insbesondere wäre eine reine Acrylfarben Testreihe sehr interessant, denn dass das funktioniert hab ich noch nirgendwo gelesen.

Auch wichtig wäre es, die Frage der Verdünnung zu bearbeiten, denn so wie die Farben jetzt sind, kann man damit kaum malen und mit meinen bisherigen Lösungen (Benzin u.Ä.) bin ich noch sehr unzufrieden…

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